Argument: Unterschied zwischen den Versionen

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(s/Griechen/Römer/)
(Zwar ist Latein die Sprache dieser Bezeichnungen, bekannt ist das aber schon länger.)
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Da uns dies nicht wirklich weiter führt:
 
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Schon die alten Römer unterschieden mehrere Arten des '''Arguments''':
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Schon seit der Frühzeit der Beschäftigung mit den Formen des Argumentierens werden mehrere Arten des '''Arguments''' unterschieden:
 
* ad rem - zur Sache
 
* ad rem - zur Sache
 
* ad hominem - ans Publikum gerichtet
 
* ad hominem - ans Publikum gerichtet
 
* ad personam - den Gegner miesmachen
 
* ad personam - den Gegner miesmachen
Man erkennt leicht, dass nur ein [[Argument]] ad rem - also zur Sache - die Diskussion  wirklich weiterbringt - die beiden anderen Formen sind eigentlich Ablenkungsmanöver und können zu [[Meta-Diskussion]]en führen. Fast alle [[Troll]]postings sind ad hominem oder ad personam.
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Man erkennt leicht, dass nur ein [[Argument]] ad rem - also zur Sache - die Diskussion  wirklich weiterbringen kann - die beiden anderen Formen sind eigentlich Ablenkungsmanöver und können zu [[Meta-Diskussion]]en führen. Fast alle [[Troll]]postings sind ad hominem oder ad personam.
  
Glaubt man den Überlieferungen, dann herrschte bei den alten Griechen eine Kultur des Diskutierens, von denen heutige Internetforen weit entfernt sind. So geht in den [[Flamewar]]s meist der Überblick verloren.
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Glaubt man den Überlieferungen, dann herrschte bei den alten Griechen eine Kultur des Diskutierens, von denen heutige Internetforen weit entfernt sind. So geht in den [[Flamewar]]s meist jeder Überblick verloren.
  
Glücklicherweise hat später dann der olle Schopenhauer ein [http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/schopenh.htm Büchlein] verfaßt: 'eristische Dialektik - oder die Kunst, recht zu behalten.' <br>Die dort festgehaltenen rethorischen Tricks können  auch heute noch wichtige [http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/kunstgriff/ Fingerzeige] geben.
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Glücklicherweise hat später dann Arthur Schopenhauer ein [http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/schopenh.htm Büchlein] verfaßt: 'eristische Dialektik - oder die Kunst, recht zu behalten.' <br>Die dort festgehaltenen rhetorischen Tricks können  auch heute noch wichtige [http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/kunstgriff/ Fingerzeige] geben; sowohl um  die Argumentationsrichtung zu verstehen, als auch, um passende Antworten zu geben.  
 
==Weblinks==
 
==Weblinks==
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Eristik Wikipedia zu Eristik]
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Eristik Wikipedia zu Eristik]

Version vom 20. Oktober 2004, 20:46 Uhr

das 'Argument' ist ein viel missbrauchter Begriff - Ambrose Bierce folgend könnte man sagen, das minimale Argument sei die unsinnigste Verkettung von Worten, die einem der Diskussionsgegner gerade noch abnimmt.

Da uns dies nicht wirklich weiter führt: Schon seit der Frühzeit der Beschäftigung mit den Formen des Argumentierens werden mehrere Arten des Arguments unterschieden:

  • ad rem - zur Sache
  • ad hominem - ans Publikum gerichtet
  • ad personam - den Gegner miesmachen

Man erkennt leicht, dass nur ein Argument ad rem - also zur Sache - die Diskussion wirklich weiterbringen kann - die beiden anderen Formen sind eigentlich Ablenkungsmanöver und können zu Meta-Diskussionen führen. Fast alle Trollpostings sind ad hominem oder ad personam.

Glaubt man den Überlieferungen, dann herrschte bei den alten Griechen eine Kultur des Diskutierens, von denen heutige Internetforen weit entfernt sind. So geht in den Flamewars meist jeder Überblick verloren.

Glücklicherweise hat später dann Arthur Schopenhauer ein Büchlein verfaßt: 'eristische Dialektik - oder die Kunst, recht zu behalten.'
Die dort festgehaltenen rhetorischen Tricks können auch heute noch wichtige Fingerzeige geben; sowohl um die Argumentationsrichtung zu verstehen, als auch, um passende Antworten zu geben.

Weblinks